Du hast deine Band über BandMix zusammengestellt – und jetzt? Wo fängst du an, wenn du einen Proberaum einrichten willst? Vielleicht hast du schon in Proberäumen gespielt, deren Sound alles andere als optimal war oder die einfach nicht zu deiner Band gepasst haben. Ob du einen bestehenden Raum verbessern willst oder bei null anfängst: Hier ist unser Guide, wie dein Raum zu eurem Sound passt.
Den richtigen Raum finden
Wenn du ganz von vorn anfängst, solltest du bei der Wahl deines Proberaums diese Punkte bedenken:
- Größe: Passt der Raum zur Größe deiner Band?
- Ausstattung: Gibt es zum Beispiel Lüftung oder Klimaanlage, Heizung, fließendes Wasser und genug Steckdosen bzw. Stromversorgung?
- Lage: Ist der Raum für alle Bandmitglieder gut erreichbar, und gibt es Parkplätze in der Nähe?
- Akustik: Wurde der Raum akustisch behandelt, und ist er schallgedämmt? (Mehr dazu unten.)
- Kosten: Vielleicht hast du den perfekten Raum gefunden, aber er sprengt euer Budget. Überlegt auch, ob ihr lieber monatlich mietet oder stundenweise zahlt.
Akustik und Schalldämmung
Ist ein Raum akustisch nicht richtig behandelt, klingen eure Proben schnell matschig! Bestimmte Frequenzen schaukeln sich auf und sammeln sich in den Ecken – das kann sogar deinem Gehör schaden. Akustikschaumstoff dämpft den Klang und verhindert Reflexionen. Zu viel Dämpfung lässt eure Probe aber ebenfalls schrecklich klingen. Manche Bands proben lieber in „lebendigen“ als in „toten“ Räumen – überlegt also, was zu eurem Sound passt. Wenn ihr besonders laut spielt, lohnt es sich auch, die Schalldämmung zu prüfen, damit sich die Nachbarn nicht beschweren. Ein gedämpftes Schlagzeug oder eine Drumscreen können ebenfalls helfen – schließlich beschweren sich viele Musiker, dass das Schlagzeug bei Proben alles andere übertönt!
Equipment
Sobald du einen Raum mit passender Akustik gefunden hast, schau dir an, welches Equipment ihr zur Verfügung habt. Manche Proberaumanbieter stellen Grundausstattung bereit – frag also nach, was dabei ist. Ansonsten sichtet ihr euer eigenes Band-Equipment und bringt alles mit, was passt. Es braucht wahrscheinlich etwas Ausprobieren, bis ihr wisst, was für euren Sound am besten funktioniert. Denkt zum Beispiel an:
- PA-Anlage: Sorgt für ordentliche Boxen und ein gutes Mischpult, das zur Bandgröße passt. Wenn ihr zu zehnt seid und alle in ein Mischpult mit vier Kanälen wollt, wird das nichts!
- Verstärker: Gerade für Gitarristen und Bassisten gehört ein Amp meist zum Standard. Manche kommen mit DI-Boxen aus, aber ein guter Verstärker hebt eure Klangqualität deutlich.
- Schlagzeug: Wenn ihr einen Drummer habt – welche(s) Set(s) besitzt er oder sie? Manche spielen nur E-Drums; überlegt, ob das für eure Band passt.
- Monitore/Wedges: Je nach Besetzung braucht ihr zusätzliche Boxen, damit alle bestimmte Elemente hören. Ihr könnt auch über In-Ear-Monitoring nachdenken, damit jedes Bandmitglied seinen eigenen Mix hört.
- Stative und Kabel: Klingt banal, aber vernünftige Mikrofonständer und Instrumentenkabel verbessern euer Setup spürbar. Viele Musiker kennen den Frust, sich mit kaputten Mikroständern herumzuärgern – und das nervt einfach.
Proberaum einrichten: Aufstellung und Lautstärke
Viele Musiker kennen den Lautstärkekrieg bei Proben nur zu gut. Hier ein paar Tipps, wie ihr mit der richtigen Aufstellung und etwas Mischgeschick für Frieden sorgt:
- Fangt mit Schlagzeug und Bass an: Das Schlagzeug hört man immer – sich selbst darüber zu hören, ist dagegen oft ein Problem! Drummer und Bassist bilden die Rhythmusgruppe und müssen sich gut hören. Daher ist es sinnvoll, den Bassamp relativ nah am Schlagzeug zu platzieren.
- Gitarren: Gitarristen müssen den Bass und einen ausgewogenen Mix aus allem anderen hören. Wahrscheinlich müsst ihr mit Position und Lautstärke der Amps experimentieren, bis es für euren Sound passt. Achtet darauf, dass niemand direkt vor seinem Amp steht.
- Mikrofonposition: Sängerinnen und Sänger sollten zu den PA-Boxen schauen, sofern sie keinen eigenen Monitor haben. Achtet darauf, dass die Mikros nicht direkt in die PA-Boxen zeigen, um Rückkopplungen zu vermeiden.
- Aufstellung: Viele Bands stellen sich im Kreis auf, mit Blick zueinander. Das ist ein guter Start, weil ihr euch Zeichen geben und leichter kommunizieren könnt. Mit der Zeit bauen viele Bands aber so auf wie auf der Bühne – so könnt ihr das Live-Gefühl und die dazugehörigen Soundbedingungen nachstellen.
Wir hoffen, unser Guide hilft dir, euren Proberaum einzurichten. Und falls in deiner Band noch eine Position frei ist: Schau auf BandMix.de vorbei und finde die passenden Musiker.






