Mit dem Instrument im Flugzeug zu reisen, gehört für viele Musikerinnen und Musiker zu den stressigsten Seiten des Tourlebens. Oft vertraut man sein Equipment der Airline an – und steht am Ziel mit verlorenem, beschädigtem oder gestohlenem Gear da. Mit guter Vorbereitung und genauer Kenntnis der Regeln deiner Fluggesellschaft kannst du das Risiko aber deutlich senken. In diesem Artikel haben wir ein paar Tipps für dich, wie du dein Instrument beim Fliegen schützt.
Die Vorbereitung
Bevor du dich auch nur in die Nähe eines Flughafens begibst, lohnt es sich, dein Instrument auf Schäden oder Schwachstellen prüfen zu lassen. Manchmal steht ein Instrument kurz vor dem Defekt, und ein paar kleine Erschütterungen beim Flug geben ihm den Rest. So etwas kann allerdings auch bei jeder anderen Art von Transport passieren und ist nicht unbedingt die Schuld der Airline – vor allem, wenn sie besonders sorgsam mit deinem Instrument umgeht.
Wenn du es dir leisten kannst, ist eine Versicherung für dein Instrument sehr zu empfehlen. Manche Airlines bieten gegen Aufpreis eine Reisegepäckversicherung an. Falls dein Instrument dann nicht mehr auftaucht oder sich nicht reparieren lässt, bekommst du wenigstens eine angemessene finanzielle Entschädigung. Und schließlich: Hab einen Plan B parat, falls dein Gepäck verloren geht. Bitte die Veranstalter vor Ort, herauszufinden, wo du im Notfall Ersatz-Equipment für deinen Auftritt mieten oder auftreiben kannst.
Die Buchung
Jede Airline hat eigene Gepäckrichtlinien, deshalb ist schwer vorherzusagen, wie mit deinem Gear umgegangen wird. Lies dir bei der Buchung die Bestimmungen deiner Fluggesellschaft zu Musikinstrumenten und Equipment genau durch. Oft gibt es gegen einen kleinen Aufpreis eine separate Beförderung für zerbrechliches Gepäck. Melde außerdem beim Kundenservice an, dass du mit Instrument reist. Diese Anmeldung dient dir als offizieller Nachweis, falls es wegen beschädigter Ausrüstung später Streit mit der Airline gibt.
Die meisten Airlines erlauben ein Handgepäckstück und einen persönlichen Gegenstand in der Kabine. Dafür gelten natürlich Größen- und Gewichtsgrenzen, und in der Regel darfst du nur Equipment mitnehmen, das ins Gepäckfach passt. Manche Airlines haben Verständnis für Musiker mit teurem Gear, andere machen dir das Leben schwer. Fliegst du mit einer US-Airline, hilft dir eine Regelung der US-Luftfahrtbehörde FAA: Sie erlaubt Musikern, Instrumente mitzunehmen, die den Handgepäckbestimmungen entsprechen. Druck die Regelung aus oder mach einen Screenshot, falls man dir die Mitnahme in die Kabine verweigern will.
Das Gepäck
Dein Instrument oder Equipment sollte im bestmöglichen Koffer oder Case reisen, um Schäden zu vermeiden. Wenn du kannst, wickle dein Gear in Luftpolsterfolie, bevor du es in Tasche oder Koffer packst. Muss dein Equipment in den Frachtraum, sollte es für maximalen Schutz in einem Hartschalenkoffer oder Flightcase reisen. Darfst du es mit an Bord nehmen, reicht meist ein Gigbag – und dein Instrument braucht im Gepäckfach weniger Platz.
Im Frachtraum gibt es kaum oder gar keine Temperatur- und Druckregulierung, dein Instrument ist dort also den Bedingungen ausgesetzt. Bei Saiteninstrumenten wie Gitarre oder Ukulele ist es oft sinnvoll, die Saiten um etwa einen Halbton zu entspannen. Das nimmt Druck vom Steg, während sich Temperatur und Höhe ändern. Achte außerdem darauf, dass dein Gepäck dicht ist und sich kein Kondenswasser bildet – besonders, wenn du Elektronik dabeihast. Wenn es das Budget erlaubt, leg einen kleinen Tracker zu deinem Gear, falls es bei der Landung nicht am Gepäckband auftaucht.
Das Instrument im Flugzeug verstauen
Das Instrument an Bord zu verstauen, ist einer der kleineren Schritte der Reise – wer dabei aber gedankenlos vorgeht, riskiert Schäden. Ins Gepäckfach passen meist Instrumente bis zur Größe einer Akustikgitarre, sperrige Formen können aber mit dem Gepäck anderer Passagiere kollidieren. Du kannst – oft gegen Aufpreis – Priority Boarding buchen, um dir einen guten Platz im Gepäckfach zu sichern.
Findet dein Equipment im Gepäckfach keinen Platz, kannst du manchmal die Garderobe vorne im Flugzeug nutzen. Die meisten Passagiere wissen nichts davon oder brauchen sie nicht, und sie bietet meist mehr als genug Platz für Gear bis zur Größe einer Gitarre oder eines Keyboards. Frag einfach die Crew. Prüfe dein Instrument nach der Landung noch am Flughafen auf Schäden, die beim Flug entstanden sein könnten.
Fazit
Mit deiner Musik zu touren und zu reisen, gehört zu den schönsten Seiten des Jobs. Mit diesen Tipps kannst du entspannter reisen und diese Momente voll genießen. Denk daran: Airlines wollen ihren Kunden in der Regel ein gutes Erlebnis bieten, das Personal hilft dir also meist gern bei Fragen rund um dein Equipment. Du musst nur fragen. Wir hoffen, dieser Guide zum Fliegen mit Instrument hilft dir weiter. Gute Reise!
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